WQS #64 – Fuck Social Media!

Social Media ist lediglich ein Instrument unserer Zeit. Wie jedes Werkzeug liegt es an uns Menschen wie wir es einsetzen und wie wir darauf reagieren. Ob wir uns wie ein gläserner Mensch inszenieren oder uns davor verstecken aus Angst vor „den Leuten da draußen“ bleibt uns überlassen. Jede kann ihre eigenen Grenzen ziehen und entscheiden was nach Außen hin sichtbar ist und was nicht.

Die letzten Wochen habe ich diese Grenze allerdings selbst überschritten und mir in meinem Kopf Dinge ausgemalt, die eigentlich niemand von mir erwartet hat. Ich habe gedacht, dass man es von einer Podcasterin erwartet dauerpräsent zu ein und jeden Moment mit euch zu teilen.
Um authentisch zu sein.
Um greifbar zu sein.
Um „down to earth“ zu sein.
Um sichtbar zu sein.

Das hatte zur Folge, dass ich einen Tiefpunkt erreichte und einfach nicht mehr wollte. Ich will nicht jeden Moment meines Lebens sichtbar machen. Nicht weil ich euch nicht daran teilhaben lassen will sondern weil es mich einfach stresst alles zu dokumentieren. Dadurch konnte ich den Moment nicht mehr genießen und fühlte mich ausgesaugt.

Ich gönnte mir eine Auszeit von dem Social Media Zirkus und erkannte, dass es gar nicht an Womenistas liegt sondern an der Story in meinem Kopf. Die Stimme, die mir einredet ich MUSS das alles machen sonst bin ich keine richtige Podcasterin. Jetzt erkenne ich, dass das einfach nur BULLSHIT ist!

Neigst du auch dazu dir selbst das Leben schwer zu machen? Dir Dinge auszudenken, die eigentlich niemand von dir erwartet und an denen du fast zerbrichst? Hör auf dein Gefühl und mache nichts nur weil du denkst es gehört gemacht. Solange du dir selbst treu bleibst machst du alles genau so wie es sich gehört.